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25.02.2016 - Jugend forscht 2016

HOERBIGER kürt Sieger im Voralpenland

Elf Jungforscher dürfen zum bayerischen Landeswettbewerb.
Elf Nachwuchsforscher aus dem Voralpenland haben sich bei „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ für die Landeswettbewerbe in München und Dingolfing qualifiziert. Damit wurden neun von insgesamt 64 Projekten bei dem von HOERBIGER gesponsorten Regionalwettbewerb mit einem ersten Platz ausgezeichnet. Neben den Regionalsiegen vergab die Jury 38 weitere Preise oder Platzierungen an die Teilnehmer.

2016 haben insgesamt 107 Nachwuchsforscher mit 64 Arbeiten an den Wettbewerben im Voralpenland teilgenommen. „Ich habe allergrößten Respekt vor dem Engagement und der Beharrlichkeit, mit der sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Herausforderungen ihrer Projekte gestellt haben“, betonte Götz Kwittner, Head of Solutions and Programs der HOERBIGER Antriebstechnik GmbH bei der Siegerehrung. Und weiter: „Die jungen Forscher brauchen Geduld, Intelligenz und müssen vor allem auch mit Rückschlägen umgehen können, um eine Arbeit erfolgreich zu Ende zu bringen.“

Zu den Siegern sagte er: „Sie haben es geschafft, sich mit Ihren Erfindungen als Vorreiter zu behaupten. Genau wie HOERBIGER.“ Mit den Alleinstellungsmerkmalen seiner Produkte setze das Unternehmen immer wieder Standards. Daher spiele das Thema Forschung eine wichtige Rolle im Unternehmen. Kwittner: „HOERBIGER kann nur bestehen, wenn die Mitarbeiter regelmäßig neue und bessere Produkte entwickeln. Dafür brauchen wir neugierige und ausdauernde Naturwissenschaftler und Techniker wie Sie.“

Fünf Siegerprojekte in der Wettbewerbssparte „Jugend forscht“

In der Sparte „Jugend forscht“ haben sich fünf Projekte und sechs Nachwuchswissenschaftler für eine Teilnahme am bayerischen Landeswettbewerb qualifiziert.

Für ihre Simulation eines Feueralarms wurden die beiden Schülerinnen des Marien-Gymnasiums Kaufbeuren, Natalie Bestler (16) und Marie Luise Szubert (17) im Fachgebiet „Mathematik / Informatik“ mit einem ersten Platz ausgezeichnet. In ihrem Projekt geht es darum, einen Feueralarm möglichst realitätsnah nachzuahmen. Dadurch sollen die vorhandenen Fluchtwege verbessert werden. Ziel ist es, zu überprüfen, ob alle Schüler und Lehrer einer Schule im Fall eines Feueralarms in der vorgegebenen Zeit aus dem Schulgebäude kommen können. Das Programm wird nicht nur rechnerisch, sondern außerdem visuell dargestellt. Als Modell haben die beiden Mädchen das Marien-Gymnasium in Kaufbeuren inklusive der dort vorgesehenen Fluchtwege verwendet.

Samuel Antz aus Füssen belegte im gleichen Fachgebiet den ersten Platz. Der 15-jährige hat sich mit dem Thema „Datentausch“ beschäftigt. Dabei suchte und fand er mit Hilfe mathematischer Formeln Möglichkeiten, Daten sicher von A nach B zu transportieren.

Im Fachgebiet „Physik“ setzte sich Stefan Schneyer aus Penzberg durch. Der 18-jährige Gymnasiast untersuchte Leistungskurven bei Photovoltaikanlagen. In seiner Arbeit hat er teilweise automatisierte Messungen an einem Photovoltaikmodul vorgenommen und in täglichen Leistungskurven dargestellt. Anschließend hat er die theoretische Leistung eines fest montierten Solarmoduls anhand astronomischer Einflüsse der Sonne hergeleitet und mit der praktischen Messung verglichen.

Ein weiterer erster Preis in „Physik“ ging an Paula Seifert (17). Die Gymnasiastin aus Tutzing fand heraus, dass Gipskartonständerwände im Schnitt einen Schalldurchgang haben, der um sieben Dezibel höher liegt als bei vergleichbaren Ziegeltrennwänden. Deshalb werde in einem Nachbarraum, der durch eine Gipskartonständerwand getrennt sei, deutlich mehr Lärm wahrgenommen als in einem Nachbarraum, der durch eine Ziegelwand getrennt sei, so die Schülerin.

Hanna Burggraf war im Fachgebiet „Technik“ siegreich: Die 17-jährige Gymnasiastin aus Bernried hat ein Batteriemanagementsystem für Elektroautos konzeptioniert. Anhand eines Modells mit kleinen Handy-Akkus hatte sie ein Hardwarekonzept entwickelt. Dessen Funktionsweise konnte sie mit Hilfe von komplexen Mess- und Steueralgorithmen, die sie selbst entworfen hatte, demonstrieren.

Vier Siegerarbeiten in der Wettbewerbssparte

„Schüler experimentieren“

In der Sparte „Schüler experimentieren“ haben vier Projekte und fünf Teilnehmer einen ersten Platz belegt und sind damit für den bayerischen Landeswettbewerb zugelassen.

Josef Frühschütz-Grüning (13) von der Pfaffenwinkel-Realschule Schongau war bereits 2015 mit einer „Zoom-Brille“ beim Wettbewerb angetreten. Mit der Neuauflage seines Projekts, der „Zoom-Brille 2015“, erzielte er diesmal einen Sieg im Fachgebiet „Arbeitswelt“.

Laura Sauer (11) und Maren Zwafelink (13) wurden im Bereich „Geo- und Raumwissenschaften“ mit einem Sieg ausgezeichnet. In ihrem Projekt sind die beiden Schülerinnen des Ignaz-Kögler-Gymnasium Landsberg der Frage nachgegangen, ob die Stadt Landsberg bereit für den demografischen Wandel ist. Dafür sind sie mit einem Rollator durch die Altstadt gelaufen und haben Wege, Geschäfte, Restaurants und öffentliche Gebäude geprüft. Die Ergebnisse halten sie in Texten, Tabellen und Karten fest.

Den ersten Platz im Fachgebiet „Physik“ belegte das Projekt „Effiziente Erwärmung von Wasser“. Mit dem Ziel, Wasser möglichst effizient warm zu bekommen, ermittelte der 14-jährige Tobias Jaud aus Germering verschiedene Methoden des täglichen Lebens. Gleichzeitig untersuchte er, durch welche Einflüsse Energie ungenutzt aus dem System entweicht.

Im Fachgebiet „Technik“ ging der erste Preis an Lukas Muthsam. Der Elfjährige aus dem Fuchstal hat eine Maschine gebaut, die Solaranlagen im Winter von Schnee befreit. Der Schnee wird idealerweise von dem Gerät automatisch erkannt und mit einem Förderband weggeräumt. Um zu verhindern, dass Solarzellen durch das Förderband verschmutzt oder beschädigt werden, wird dieses zudem automatisch gereinigt.

Alle Sieger der Regionalentscheide werden bei den bayerischen Landeswettbewerben antreten. Diese finden vom 4. bis 7. April in München („Jugend forscht“) sowie vom 18. Bis 19. April in Dingolfing („Schüler experimentieren“) statt. Den Abschluss bildet das Bundesfinale in Paderborn. Dort zeigen die Jungforscher ab dem 26. Mai für vier Tage ihre Projekte. Höhepunkt der Veranstaltung ist die Siegerehrung am 29. Mai.

„HOERBIGER ist seit zwölf Jahren Pate und Sponsor für ’Jugend forscht’ und ’Schüler experimentieren’ im Voralpenland. Damit leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Bildungsstandorts Deutschland insgesamt“, sagt Dr. Stefan Felber, Leiter der Regionalwettbewerbe im Voralpenland. Götz Kwittner ergänzt: „Der Erfolg von HOERBIGER basiert auf kontinuierlicher Innovation, die nur durch talentierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich ist. Deshalb haben wir uns zum Ziel gesetzt, insbesondere den naturwissenschaftlichen Nachwuchs systematisch zu unterstützen und Talente in diesem Bereich zu fördern.“

HOERBIGER wird die Regionalwettbewerbe von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ auch weiterhin als Patenunternehmen im Voralpenland unterstützen.

Über Jugend forscht

Seit über 50 Jahren unterstützt „Jugend forscht“ die Förderung naturwissenschaftlich begabter Jugendlicher. Hinter der Initiative stehen die Bundesregierung, das Magazin „stern“, die Wirtschaft und die Schulen in Deutschland. Träger des Wettbewerbes ist der gemeinnützige Verein Stiftung Jugend forscht e.V., Schirmherr ist der Bundespräsident. Beim Wettbewerb gibt es zwei Alterssparten: Schüler bis 14 Jahre treten in der Juniorsparte „Schüler experimentieren“ an, Teilnehmer bis 21 Jahre in der Sparte „Jugend forscht“.